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Sebastian

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1

Donnerstag, 21. April 2011, 20:00

Locationtracking bei iPhone und iPad

iPhone - Dein Freund und Helfer Spitzel. So könnte man wohl die aktuellen Schlagzeilen betiteln. Der Umstand, dass iPhone und iPad seit iOS 3.2 (iPad) bzw. iOS 4 (iPhone) Daten zur Position speichern, ist derzeit in aller Munde. Heraus kam diese Tatsache bei der "Where 2.0 Conference" (Link) und rief ein erhebliches mediales Echo hervor.

Zum Hintergrund: iPhone und iPad speichern regelmäßig Positionsdaten des Gerätes in einer Datei namens consolidated.db. Durch die in der Datei befindlichen Daten lässt sich ein Bewegungsprofil des Gerätes und somit des Besitzers erstellen. Ersten Berichten zufolge wird diese Datei bei einem Backup via iTunes auch auf den PC bzw. Mac übertragen. Die Datei ist zu keiner Zeit verschlüsselt und kann auch von Fremd-Apps genutzt werden, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko dieser sehr persönlichen Daten darstellt. Die Datei bzw. deren Inhalte werden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht an Apple weitergeleitet. Die Gründe für das Bestehen und die kontinuierliche "Pflege" der Datei sind nicht bekannt. Apple stand laut Informationen von macnotes.de bislang nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung. Die Positionsbestimmung erfolgt höchstwahrscheinlich nicht durch das GPS-Modul sondern Funkmast-Triangulation. Diese Technik ist weitaus stromsparender als der stetige Einsatz des GPS-Moduls.

Wilde Mutmaßungen sprießen überall aus dem Boden und heizen die aktuelle Lage weiter an. Und auch erste Reaktionen aus der Entwicklergemeinde sind zu verzeichnen. So bietet der Developer Pete Warden ein Tool für Mac an, welches die Datei mit Positionsangaben auslesen und in einer Karte darstellen kann. Somit ist es möglich seine eigenen Standorte einzusehen. Auf github gibt es das Tool zum Download sowie weitere Informationen.

Außerdem ist es für Benutzer eines Jailbreaks möglich sein iPhone oder iPad an der Speicherung der Positionsdaten in o. g. Datei zu hindern. Im Paketmanager Cydia steht das kostenlose Tool untrackerd zum Download bereit und schützt vor der Sammelwut des iPhone bzw. iPad.

Möglicherweise sind die Beweggründe für die Existenz der Datei aber ganz andere als man im ersten Moment denkt. So weist ein aufmerksamer Benutzer auf einen Blogeintrag hin, der sich mit dem "Warum" auseinandersetzt und eruiert, wieso die Datensammlung eventuell Sinn machen könnte:

The only thing that makes sense is that the iPhone is actually storing the locations of the cell phone towers that it communicates with. My guess is that the iPhone uses this data to help it locate cell towers if it is in the same location again in the future.

Dass die Datei unverschlüsselt für nahezu Jeden bereit steht, klärt dieser Lösungsansatz jedoch nicht. Für eine abschließende Klärung werden wir wohl auf ein offizielles Statement von Apple warten müssen.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Nehmt jetzt teil an der Diskussion.

nAnanA

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2

Donnerstag, 21. April 2011, 22:10

Komischer Weise hatte ich mir genau so etwas schon vorgestellt. Jetzt habe ich es halt schwarz auf weiß.
Ein ungemütliches Gefühl habe ich zwar, nur machen das, meiner Vermutung nach, auch andere Hersteller.
Positiv an der ganzen Sache finde ich allerdings den Gedanken der Ortung im Falle einer Vermisstenanzeige. Leider werden wir ja zur Zeit von Kindesentführungen, Vergewaltigungen ect. durch die Medien erschlagen. Klar gibt es Handyortungssysteme im Rahmen der Netzbetreiber, nur weiß ich nicht, in wie weit das Ganze funktioniert. Vielleicht haben wir somit mehr Möglichkeiten Person und iPhone besser zu orten. Ich warte mal ab, was die nächsten Presseberichte von Apple zum dem Thema sagen. Das sich das Unternehmen zu diesem Thema bisher enthält ist klar. Sie erarbeiteten wahrscheinlich gerade ein Konzept, um uns durch die Blume zu sagen: "Hey wir spionieren unseren Kunden nach"...
Whatever! I love my iPhone :P
-------

Gruß nAnanA

Sebastian

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3

Freitag, 22. April 2011, 08:41

Klar gibt es Handyortungssysteme im Rahmen der Netzbetreiber, nur weiß ich nicht, in wie weit das Ganze funktioniert.

Der Artikel auf tagesschau.de zum Thema besagt, dass vom Provider (Ausnahmen wie richterlich angeordnete Ermittlungen natürlich ausgeschlossen) keine Daten für ein Bewegungsprofil zur Verfügung stehen, sondern lediglich die aktuelle und die Anfangs-Funkzelle.

Auch Mobilfunkanbieter speichern Daten

[...] Auch Mobilfunk-Provider erheben beim Betrieb ihrer Netze zum Teil solche Informationen. "Wenn Sie sich mit Ihrem Mobiltelefon bewegen, wird neben der aktuellen Mobilfunkzelle auch die Anfangsfunkzelle gespeichert", sagte eine Telekom-Sprecherin. Es sei aber immer nur der aktuelle Aufenthaltsort bekannt. "Die vorherigen Ortungen werden gelöscht." Bewegungsprofile würden nicht gespeichert.


Ich frage mich immer noch (und da bin ich sicherlich nicht alleine), welche Beweggründe von Seiten des Herstellers hinter einer solchen Ansammlung höchstpersönlicher Daten stehen. Es war doch zu erwarten, dass diese Datensammlung früher oder später gefunden wird. Vor allem, wenn sie nicht einmal versteckt oder verschlüsselt ist.

Vielleicht steckt wirklich personalisierte Werbung (iAd) dahinter. Wer sich viel an einem Ort aufhält, interessiert sich vllt. auch für Produkte aus diesem. Aber bislang konnte ja keine Weiterleitung der Daten an Apple festgestellt werden. Was das ganze wiederum abwegig macht.

4

Freitag, 22. April 2011, 13:16

Es war doch zu erwarten, dass diese Datensammlung früher oder später gefunden wird. Vor allem, wenn sie nicht einmal versteckt oder verschlüsselt ist.

Und das ist eben so verlogen an der ganzen Sache. Das nimmt ja ausmaße an... die einfach Angst machen. Ich habe gerade jedes Vertrauen in Apple verloren. Wenn sich wirklich herausstellen sollte, dass Apple diese Dateien wissentlich erhebt, bewusst verschwiegen hat und damit auch noch Gewinne einfährt, dann ist mein aktuelles iPhone das letzte, das ich gekauft habe. EIne unglaubliche Frechheit!

Und an dieser Stelle kann ich gleichgesinnten nur raten: Lasst auch die Finger von Google's Android. Die betreiben das gleiche Spiel; eventuell sogar noch krasser als Apple, mehrfach pro Minute. Siehe WallStreetJounal:

Zitat

In the case of Google, according to new research by security analyst Samy Kamkar, an HTC Android phone collected its location every few seconds and transmitted the data to Google at least several times an hour. It also transmitted the name, location and signal strength of any nearby Wi-Fi networks, as well as a unique phone identifier.

Google declined to comment on the findings.

Link: http://online.wsj.com/article/SB10001424…l#ixzz1KFWemOA3

pegelf

Anfänger

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5

Samstag, 23. April 2011, 00:11

Nicht nur Mobilfunkanbieter und Apple schicken Daten ohne es die User wissen zu lassen. Auch Konsolen verbinden sich, während man spielt hin und wieder mit den Servern des Herstellers. Welche Daten genau übertragen werden, weiß ich selber leider nicht. Aber wie man an den vielen Beispielen sieht, sendet so ziemlich jeder Hersteller heimlich Daten, ohne es die USer wissen zu lassen.

Da sollten die Herstellr den Usern besser mal bescheid geben und sagen, was gesendet wird. Wenn man dann zum Beispiel Dinge liest wie "Die Konsole prüft regelmäßig per internet, ob du neue Nachrichten hast und gibt dir dann bescheid", ist man beruhigter, als wenn man liest:" Skandal. Ein weiterer Konsolenhersteller sendet Herimlich Daten an seine Hersteller. Welche Daten gesendet werden, ist bis jetzt immer noch unbekannt".

Oder was meint ihr? Vielleicht hat die Ortung Apples ja irgendeine Positive Seite. Öfters höre ich von Spielen, wo man Dinge freischaltet, wenn man an bestimmte Orte reist. Dies wäre ein Nützliches Beispiel für eine Ortung. Aber da für so etwas die App gestartet werden muss, wird es wohl einen anderen Zweck haben.

Ich rechne jetzt mal nicht damit, aber vielleicht will APple auch gucken, in welchen Städten die Geräte nicht so verbreitet sind. Dort würden sie entsprechend mehr werbung machen. Aber da ich noch nie ein Apple-Werbeplakat gesehen habe, rechne ich eher nicht damit.

Sebastian

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6

Dienstag, 26. April 2011, 15:08

So bietet der Developer Pete Warden ein Tool für Mac an, welches die Datei mit Positionsangaben auslesen und in einer Karte darstellen kann. Somit ist es möglich seine eigenen Standorte einzusehen. Auf github gibt es das Tool zum Download sowie weitere Informationen.

Bezüglich des Tools gibt es nun auch eine Portierung für Windows. Es zeigt ebenfalls eine Karte, die ein Bewegungsprofil des Nutzers darstellt.

http://huseyint.com/iPhoneTrackerWin/ (Voraussetzung: .NET Framework 4.0)

7

Dienstag, 26. April 2011, 16:04

Ich hab das Programm gerade mal ausprobiert, weil ich auch neugierig war, was man da angezeigt kriegt. Hatte vorher nur Screenshots gesehen. Ist echt erschreckend. Zeigt ziemlich genau wo man war. Und dann in rot und blau wo man besonders oft war.

Eigentlich sind die Daten ja nicht schlimm solange sie nicht in die falschen Hände geraten. Aber unglaublich, was man damit anstellen kann bei Freunden, Verwanten, Ehepartern usw. Komplette Ausspionierung möglich!

Hat sich Apple eigentlich mal geäußert? Ich habe noch keine offizielle Nachricht gelesen...

_MaX_

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8

Freitag, 29. April 2011, 18:46

Achja, wer es nicht weiß: Auch der iPod Touch loggt fleißig mit, wenn auch nur W-LAN Access Points und nicht sehr genau.

Mein Bruder war laut dem iPod schon in Gelting, über Kappeln nach Waabs; in Dänemark (ich glaube es war in der Nähe von Langeland); und wenn ich mich richtig erinnere von Kellinghusen über Bad Bramstedt nach Bad Segeberg.

Dort war er zwar noch nicht mit seinem iPod, aber egal :D

Außerdem war auch die tatsächliche Region markiert, in der er sich aufhält ^^

Verwendete Tags

iOS 3, iOS 4, iPad, iPhone, Location, Tracking

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