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Sebastian

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Freitag, 1. Juli 2011, 09:38

Zugriff der US-Behörden auf iCloud-Daten

Seit gestern ist auf heise.de zu lesen, dass US-Behörden auf Cloud-Daten zugreifen dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen, welches den Cloud-Service zur Verfügung stellt, seinen Sitz in den USA und folglich die US-amerikanischen Gesetze zu befolgen hat, u. a. den "Patriot Act". Zwar wird im zuvor genannten Artikel als Beispiel die Firma Microsoft angeführt, für Apple mit Sitz in Cupertino (CA), dürfte dies aber genau so gelten.

Da das Unternehmen seinen Firmensitz in den USA habe, müsse es die dortigen Gesetze befolgen, sagte Frazer. Das gilt insbesondere für den Patriot Act, der US-Strafverfolgern weitreichende Zugriffsrechte auf Daten gibt. Frazer zufolge würden Kunden über die Herausgabe von Daten "informiert, wann immer das möglich ist". Eine Garantie dafür könne er jedoch nicht geben. [...]
Nach Einschätzung von Thilo Weichert, Chef des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig Holstein (ULD), steht eine solche Datenweitergabe aus dem EU-Gebiet heraus im Widerspruch zu europäischem Datenschutzrecht.

Die Zugriffsrechte sind also so umfangreich, dass auch Daten, die außerhalb der USA, z. B. auf Servern in der Europäischen Union lagern, dem Zugriff durch US-Behörden nicht entgehen. Thilo Weichert empfiehlt aus diesem Grund zudem: "Unternehmen sollten sich [...] bei der Nutzung von Cloud-Diensten für personenbezogene Daten ausschließlich auf rein europäische Service-Provider beschränken".

Und was für Unternehmen gut ist, kann dem Bundestag nicht schaden? Jedem, der aufmerksam den Fernsehsender Phoenix verfolgt, dürfte aufgefallen sein, dass sich u. a. das iPad unter den Abgeordneten des Deutschen Bundestages nahezu exponentiell zu vermehren scheint. Der Umstand allein ist sicherlich nicht kritikwürdig, erhält man doch ein überzeugendes, modernes Stück Hardware. Zieht man nun aber die sich aufdrängende Verbindung zu obigem Text, dürfte einem noch "mulmiger" werden. Der Abgeordnete von heute wird nicht nur Angry Birds spielen, sondern ganz sicherlich auch Thesen- und Arbeitspapiere für Gesetzesentwürfe o. ä. auf seinem iPad bereithalten. Man sollte zumindest unterstellen, dass mit dem iPad am Arbeitsplatz "Bundestag" auch gearbeitet wird. Auf diese Weise könnten also die US-Behörden zeitlich eher über mögliche Gesetze Bescheid wissen, als der Deutsche Bürger selbst. So bleibt nur zu hoffen, dass eine kryptografisch einwandfreie Verschlüsselung auf den Abgeordneten-iPads eingerichtet wird.

nAnanA

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2

Freitag, 1. Juli 2011, 20:09

Datenschutz + Amerika = Zwei verschiedene Welten.
Man kann Amerika schon fast gleich setzen mit China.

Finde es extrem schade, da ansonsten viele Firmen und, wie man ja oben lesen kann, auch Bundestagsabgeordnete die Cloud hätte super nutzen können. Finde die Idee der Cloud nämlich an sich genial!
Solch ein Artikel schreckt ab und hinterlässt einen Imageverlust. Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute "Apple" allgemein nun in Frage stellen und noch einmal genau unter die Lupe nehmen werden. An sich ein guter Effekt, nur der dazugehörende Schaden ist doof.

Nichts desto trotz würde ich eh keine Daten einfach so im Internet hoch laden, die ich für extrem wichtig halte. Es gibt immer Lücken und Wege an den Inhalt der Daten zu kommen.
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Gruß nAnanA

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